3 Dinge, die ich als Ernährungsberaterin nie (mehr) esse – und warum du sie auch streichen solltest

„Du bist, was du isst.” – haben wir alle schon mal gehört. Klingt abgedroschen, aber im Alltag meiner Klient:innen sehe ich täglich, wie viel Wahrheit tatsächlich in diesem Satz steckt.

Gerade für Unternehmer:innen, Selbstständige und alle, die mental auf Hochtouren laufen, gilt: Was du deinem Körper gibst, ist nicht nur Kalorienzufuhr, sondern ein Investment in deine Energie, Konzentration und Performance – ganz abgesehen von der langfristigen Gesundheit.

Deshalb gibt es drei Dinge, die bei mir als Ernährungsberaterin nie mehr auf dem Teller (oder im Glas) landen – und die ich auch bei meinen Klient:innen mit als Erstes streichen würde. Nicht aus Dogma, sondern weil die Datenlage und die Praxis mittlerweile klar sind:

👉 Sie schaden mehr, als sie nutzen.
👉 Und sie sabotieren deine Leistung – subtil, aber konstant.

1. Light- und Zero-Produkte – mehr Marketing als Gesundheit

Sie sehen von außen gesund aus und versprechen „weniger Fett“ oder „0 % Zuckerzusatz“. Die Rede ist von Diät-Produkten, auch bekannt als „Light“ oder „Zero„-Produkte.
Diese enthalten meistens:

  • Zuckeralkohole, Süßstoffe und Aromen, die den Geschmack „ausgleichen“ sollen

  • Verdickungsmittel und Füllstoffe, um das fehlende Fett zu kompensieren

  • Oft kaum Proteine, die für echte Sättigung sorgen würden

Studien haben gezeigt: Viele dieser Ersatzstoffe können den Appetit sogar steigern, die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen und das Sättigungsgefühl irritieren.
Statt echten Nährstoffen gibt’s hier vor allem: eine Illusion von „gesund“.

Besser:
Griechischer oder veganer Joghurt ohne Zusatzstoffe + Beeren + ein paar Nüsse oder Samen = Eiweiß, gesunde Fette, Ballaststoffe – und echte Sättigung.

2. Fertigmüslis & Instant-Porridge

Viele greifen morgens zu Müslis, die ebenfalls erst mal gesund aussehen. Auf der Verpackung stehen Zutaten wie „Hafer“, „Vollkorn“ oder „Superfoods“ – auf den ersten Blick also wenig suspekt. Schaut man genauer hin, zeigt die Zutaten-Liste folgendes:

  • Versteckter Zucker oft getarnt unter verschiedenen Namen (Glukosesirup, Maltit,  Maltodextrin, etc.)

  • Kaum Ballaststoffe, die für einen stabilen Blutzucker sorgen und das Mikrobiom „füttern“

  • Industrie-Fette und Zusatzstoffe, die Entzündungen im Körper fördern können

Bei Instant-Porridge-Mischungen passiert dasselbe: Schnell zuzubereitet, ja – aber häufig ultra-verarbeitet und nährstoffarm.

Besser:
Haferflocken, (geschrotete) Leinsamen oder Chiasamen, Nüsse, Zimt – individuell gemixt.
Optional: Proteinpulver, gefrorene Beeren, Pflanzenmilch.

Versorgt mit viel mehr Nähr- und Ballaststoffen und sättigt entsprechend lang.

3. Gekaufte Säfte & Smoothies – die Fruchtzuckerfallen

„Aber das ist doch Obst?“ – Ja. Aber eben: verarbeitetes Obst.

Was im Kühlregal als gesunde Smoothie-Alternative verkauft wird, ist oft:

  • Konzentrierter Fruchtzucker ohne Ballaststoffe

  • Kaum Eiweiß, kein Fett, keine Sättigung

  • Eine massive Blutzuckerspitze – gefolgt vom Blutzucker-Crash

  • Und im schlimmsten Fall: genau der Snack, der Heißhunger erst auslöst

Auch 100 % Saft ist ernährungsphysiologisch kein Ersatz für Obst – sondern eher ein flüssiges Dessert, das direkt ins Blut geht – oder in die Fettzellen.

Besser:

  • Wasser, ungesüßter Tee, schwarzer Kaffee

  • Oder: selbst gemachter Smoothie mit Gemüse (z. B. Spinat), Beeren, Proteinpulver, etwas Mandelmus – der wahre Nährstoff-Booster.

Fazit: Was du weglässt, ist manchmal wichtiger als das, was du hinzufügst

Diese drei Lebensmittelgruppen haben eins gemeinsam: Sie sind hochverarbeitet, marketinggetrieben – und liefern deinem Körper kaum das, was er wirklich braucht.

Und gerade wenn du viel leisten willst – mental, beruflich, körperlich – ist Ernährung nicht Beiwerk, sondern deine Basis!

Denn:

  • Kein Fokus ohne stabile Energie.

  • Kein Fortschritt ohne Nährstoffe.

  • Kein Durchhalten ohne Sättigung.

Du würdest keinen Tanklaster mit Zuckerwasser füllen und erwarten, dass er Höchstleistung bringt – oder? Warum also bei dir selbst?

Ernährung ist kein Hexenwerk. Aber sie ist auch kein Ort für Ausreden.
Wenn du klug arbeitest, solltest du auch klug essen.

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